Barbie
 
 
Barbie Erfolgsstory einer knackigen Blondine  
   
Seit die dänische Newcomerband "Aqua" mit ihrem Song "Barbie Girl" in den deutschen Charts ganz oben stand, ist die knackige Blondine in Deutschland wieder in aller Munde.  
Barbie schwirrt allerdings schon seit 1964 in deutschen Kinderzimmern umher. In den USA gibt es die Teenager-Puppe jedoch bereits seit 1959.  
Heute wird weltweit alle zwei Sekunden eine Barbie gekauft.  
 
In der "Bild"-Zeitung wurde in den fünfziger Jahren eine Comicfigur namens  
 
Lilli veröffentlicht. Durch einen Zufall entdeckten damals die Mattel-Gründer Ruth und Elliot Handler Lilli als Puppe in einem Luzerner Schaufenster. Das amerikanische Paar erwarb die Rechte an ihr und verwandelte sie in Barbie,  
 
die erste "erwachsene" Puppe. Handlers Tochter Barbara diente dabei als Namensgeberin.  
 
Von den ersten Barbies gleicht keine der anderen, die Gesichter wurden nämlich noch von japanischen Fabrikarbeitern mit der Hand bemalt. In den sechziger Jahren diente unter anderem das Londoner Modell Twiggy als Vorlage für eine Barbie. Mit Bubikopf und Kleidern im Mary-Quandt-Stil. Die Design-Ideen für ihre Kleider stammten sogar von Haute-Couture-Häusern wie Dior und Chanel.  
Ende der 60er Jahre wurde Barbie zum Hippie mit langen Haaren, Stirnband und Batikhosen mit Schlag. Ihre Familie hatte sich mittlerweile auf ihren Freund Ken, ihre kleine Schwester Skipper, Kens Freund Brad sowie ihre schwarze Freundin Francie erweitert.  
1977 folgte dann die Umwandlung in die moderne Barbie, wie wir sie alle kennen. Das blonde Schönheitspüppchen mit leuchtend blauen Augen, strahlendem Zahnpastalächeln, Superbusen, schmalen Hüften und langen Beinen. Barbie setzte auf selbstbewußtes Auftreten, so wie die moderne berufstätige Frau. Sie trug ihre eigene Mode und war z.B.: Krankenschwester, Stewardess, Rocksängerin, Astronautin, Tänzerin und jobbte bei McDonalds.  
 
Anfang der 80er beendete Barbie ihr Medizinstudium, wurde Managerin und  
 
Pilotin. Den größten Erfolg feierte sie dann 1992, als sie Präsidentschaftskandidatin wurde. Für eine Plastikpuppe eine ganz schöne Karriere.  
 
Ihre Ausstattung stand ihrem beruflichen Aufstieg in nichts nach: Die kesse Blondine fuhr mit ihrem Jaguar-Cabriolet durch die Gegend und machte mit ihrem Pferd die Gegend unsicher. Natürlich hatte Barbie auch längst ihr eigenes Haus, inklusive Badezimmer, Waschmaschine, Trockner und ähnlich schönen Dingen. Natürlich alles in ihrer Lieblingsfarbe pink.  
 
Mit ihren Supermaßen 101-48-90, die im wirklichen Leben niemals erreichbar sind, ist sie für viele zu einem Idealbild von Frau geworden. Einige Wissenschaftler und Organisationen behaupten gar, Barbie fördere das Denken zum Dünnsein. Sie sei die Verkörperung eines Schönheitsideals und treibe Millionen von Frauen in den Diätwahn.  
Ob diese Vorwürfe eine Rolle gespielt haben? Nach 20 Jahren hat Mattel sich jedenfalls jetzt entschlossen, Barbie einer Schönheitsoperation zu unterziehen. Sie soll auf Normalmaß gestutzt werden und dabei einen vollkommen neuen Look erhalten. Der Busen wird kleiner, die Taille breiter, die blonden Haare werden braun und ihr Lächeln verschwindet ganz. Barbie soll jünger, hipper und cooler aussehen. Eben wie das Mädchen von nebenan.